Willemstad sieht in der Altstadt aus wie ein kleines, holländisches Städtchen aus vergangenen Tagen. Die Architektur lehnt sich an das alte Amsterdam sowie die vielen holländischen Küstenstädte an. Im Gegensatz zu den Backsteingebäuden in den Niederlanden ist die gesamte Stadt auf Curacao aber extrem farbenfroh gestaltet. Dies ist absolut einzigartig, wodurch Willemstad ins Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen wurde. Willemstad ist die Einfahrt zum Schottegat, einem riesigen, natürlichen Hafen.

Curacao-Willemstad-Haus

So sieht es aus, wenn ein großes Schiff quasi durch die Innenstadt fährt. Flaggensignale und unterschiedlich lange Klingeltöne geben an, wie lange die Königin Emma-Brücke geöffnet und damit für Fußgänger unpassierbar ist. Das kann bis zu 45 Minuten dauern, wenn mehrere große Schiffe geichzeitig herein kommen oder den Hafen verlassen.

Schiff durchfährt die Königin Emma Brücke auf Curacao

Für kleinere Boote wie Schlepper oder Lotsen wird die Brücke nur wenig geöffnet und nach 5 Minuten ist wieder der Gang über die Brücke möglich. In beiden Fällen starten sofort die Fußgängerfähren und pendeln über den Kanal.

Emmaabrücke in Willemstad/Curacao nachts mit Blick auf Otrabanda

Was darfs denn am Abend sein? Sowohl in Punda, wie Otrabanda gibt es sehr schöne Cafes und Restaurants direkt am Durchgang zum Schottegat. Und in den weiter entfernt liegenden Straßen tobt das Nachtleben. Häufig, vor allem am Wochenende, tönt karibische Live-Musik aus allen Ecken. Samstag Abend scheint die halbe Insel in die Kneipen, Bars und Restaurants zu stürmen. In jedem Fall sollte man sich die Zeit nehmen, einen Sonnenuntergang und ein paar nächtliche Stunden in Willemstad zu verbringen. Da wirds langsam stimmungsvoll: 25 Grad, angenehmer Wind und dann beginnt das Nachtleben. Wunderschön anzusehen ists sowieso.

Curaco Willemstad bei Nacht

Auch die Handelskade in Willemstad-Punda hat nachts ihren Charme. Direkt davor sind Cafes, in denen man mit Blick auf den Kanal zum Schottegat relaxt einen Kaffee oder ein Bierchen genießen kann. Ab und an durchqueren größere Schiffe die Königin Emma-Brücke. Ist definitiv ein empfehlenswerter Anblick und das Gewusel der Fähren bietet u.a. die Möglichkeit, vom Wasser aus ein paar schöne Fotos zu schießen. Früher wurde auch mal scharf geschossen…..

Kanone an der Kade von Willemstad

Entsprechend liegen rechts und links an der Einfahrt zum Schottegat zwei kleine Festungen. Heute sind dort Cafes, Gaststätten und das ein oder andere Relikt der militärischen Vergangenheit. Die Forts werden extrem stark besucht, wenn ein Kreuzfahrtschiff anlegt. Dann sollte man zumindest den direkten Bereich an der Küste meiden – viel zu viele Touristen auf ein Mal.

Fort am Eingang zum Schottegat in Willemstad, Curacao

Im Rif Fort kann man brauchbar essen, wenn auch sehr teuer. Ich empfehle eher Restaurants, die auch von Einhemischen besucht werden und etwas in den Seitenstraßen liegen. Auch in Punda gibts eine alte Festung, sowie noch etwas weiter zum Schottegat das Fort Nassau. Auch mit Speiseangebot, weniger Trubel. Eine weitere kleine Festung ist St. Michiel im gleichnamigen Ort. So um die 15 Minuten Fahrzeit von Willemstad Zentrum über den Weg naar Bullenbaai und Kaya Ma Pieternella.

Rif Fort Eingang Willemstad Curacao

Noch eine Nachtaufnahme von Punda. Direkt in der Innenstadt ist dann relativ wenig los. Die Gaststätten am Wasser, in Otrabanda oder die Clubs etwas weiter außerhalb machen teilweise bis in den Morgen durch. Man sollte aber etwas aufpassen vor solchen Sachen wie Taschendiebstählen oder Trickdiebstählen.

Willemstad-Punda-Curacao

Einkaufen, Kino und Casino gibts in Otrabanda, fast am Stadtrand. Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Nachts würde ich allerdings nicht unbedingt angeheitert quer durch die Stadt laufen wollen, wenn man weithin als sehr wohlhabender Tourist erkennbar ist.

Willemstad-Curacao-Einkaufen-Kino