Inhaltsverzeichnis
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Ruine in Uxmal, Mexiko

Uxmal kennen Sie nicht? Lohnt sich aber. Genau wie Chichen Itza ist es Weltkulturerbe. Es ist ein sehr gut erschlossenes Gelände ungefähr 80 km von Merida entfernt mit zwei großen Pyramiden sowie einigen interessanten Bauten. Was man heute besichtigen kann, ist dennoch nur ein kleiner Teil der ursprünglichen Anlage. Für Besucher unzugänglich sind beispielsweise große Siedlungsbereiche mit immer noch unerschlossenen Ruinen und jeder Menge Zisternen. Letztere sind gefährlich tiefe Löcher, also brav auf dem für Besucher ausgewiesenen Gelände bleiben. Im Gegensatz zu Chichen Itza ist eine Pyramide an den Kanten abgerundet und auch sonst sehr elegant gearbeitet. Ein Teil der Gebäude ist restauriert. So ergibt sich ein sehr guter Überblick zum damaligen Aussehen. Uxmal wurde um 1.000 n. Chr. von den Maya aufgegeben, die Bevölkerung verteilte sich über das Land.

Pyramide in Uxmal, abgerundete Kanten

Die runde Pyramide ist eine Erweiterung eines vorangegangenen Bauwerks. Man benutzte eine Mauerseite weiter und baute munter über den Korpus eine neue Spitze.

Pyramide in Uxmal, Mexiko, Frontalaufnahme

Alle jetzt noch irgendwie sichtbaren Gebäudeteile sind verziert mit Bildhauerarbeiten. Da die meisten Gebäude aus Kalkstein gefertigt sind, haben sie nur einen geringen Widerstand gegen Verwitterung oder Beschädigung durch Pflanzen. Man kann vor allem in den kleineren Ausgrabungsstätten immer sehr genau sehen, wie Wurzeln heute noch das Mauerwerk sprengen oder verrottende Pflanzenreste Ornamente chemisch angreifen. Insgesamt ist der Erhaltungszustand von Uxmal gut. Die Gebäude haben „Spitznamen“ bekommen wie etwa Gouverneurspalast, Pyramide des Zauberers oder Schildkrötenhaus. Auf einer der empfehlenswerten Führungen bekommt man eine Menge Infos aus erster Hand.

Platz in Uxmal, eingesäumt von verzierten Gebäuden

Diese Verzierungen ziehen sich komplett um einen großen Versammlungsplatz.

Verzierte Fassade eines Gebäudes in Uxmal

Wer aufmerksam herum geht, findet immer wieder interessante Perspektiven und entdeckt immer mehr Details der Maya Künstler.

Bildhauerarbeit an einer gebäudeecke von Uxmal

Die begehbare Pyramide in Uxmal ist zwar „nur“ 28m hoch und damit bei weitem nicht die größte in Mexiko, geht aber ganz schön in die Knochen. Die Stufen lassen sich am besten diagonal erklimmen, indem man im Zickzack hochläuft oder auf allen Vieren. Gegenüber beispielsweise Coba sind die Stufen sehr gleichmäßig. Etwas lästig ist die Stufenhöhe, da muss man ganz schön ausholen. Dazu kommt, speziell am Nachmittag, eine satte Aufheizung der Pyramide. Man läuft in der prallen Sonne herum und hat dazu noch eine prächtige „Fußbodenheizung“ ;-). Sauheiß, wirklich sauheiß. Auch hier: Genügend Getränke mitnehmen. Dafür gibt es dann diesen Überblick:

Blick von der begehbaren Pyramide in Uxmal über das Gelände

Wo es sonst zu steil wird über die Ruinen, sind Treppen und Übergänge vorhanden.

Rundgang in Uxmal

Das Spielfeld für die Maya Version von Fußball sieht ganz anders aus als die kleinen „Squashplätze“ in Coba oder das riesige Spielfeld in Chichen Itza. Hier liegen die Ringe so niedrig, dass man sie heute ohne Probleme erreichen kann. Allerdings dürfte sich durch Schuttablagerungen im Laufe der Jahrhunderte auch der Boden erheblich angehoben haben.

Spielfeld mit Ring in Uxmal, Mexiko

Wenn man einmal darüber nachdenkt, was bisher in Mexiko noch nicht ausgegraben wurde: Gigantisch. Uxmal, Coba, Chichen Itza oder auch weitere Standorte sind wirklich nur zu einem Bruchteil erschlossen. Obwohl sie eigentlich vor der Nase liegen. Die Siedlungen sind so umfangreich, dass noch Jahre Arbeit von ganzen Generationen von Archäologen nötig sein wird, bis wirklich alles freigelegt ist.

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