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Einer der größten Vorteile von Coba ist sehr viel Schatten. Besonders im Vergleich zu Chichen Itza und Uxmal ist es gleich bedeutend angenehmer. Wer etwas gehfaul ist, lässt sich per Rikscha zur großen, begehbaren Pyramide und zurück bringen.

Das lohnt sich vor allem, wenn man einen engen Zeitrahmen bei Bustouren hat. Als Fitnesseinlage reicht die 42m Pyramide für einen Tag vollkommen aus, da muss man nicht noch herumjoggen ;-).

Maya-Pyramide in Coba, Mexiko

Das Ausgrabungsgelände in Coba ist sehr groß. Seit den 70er Jahren buddelt man munter herum und hatte 2011 gerade einmal 14% der Fläche freigelegt. Viele Bauwerke waren komplett vom Dschungel überwuchert. Das passiert selbst bei großen Pyramiden. Eine ist vollständig freigelegt, bei der anderen wachsen munter Bäume in den Spalten der Steine.

Pyramide in Coba - Mexiko

Recht angenehm emfand ich das Sicherungsseil, da die Treppenstufen bei der begehbaren Pyramide höchst unterschiedlich gefertigt sind. Ergo: beim Raufklettern dran hochziehen, beim Herabklettern mit dem Gesicht zur Pyramide abseilen wie an einem Berg. Das hier ist nicht mal die Hälfte des Wegs nach oben und man ist schon so etwa in Höhe der Baumkronen.

Kletterseil an der Ryramide von Coba in Mexiko

Ein Beispiel für eine total überwucherte Pyramide, auch in Coba. Überall an den Seiten wachsen Bäume, Gesträuch und was sonst noch möglich ist.

Überwucherte Pyramide in Coba - Mexiko

Der Dschungel hat sich viel zurück erobert. Auch, wenn jetzt schon einiges freigeräumt ist. Man sieht die an sich riesige Pyramide erst kurz, bevor man faktisch drauftritt. Sehr interessant ist, wie der Dschungel sich menschliche Bauten zurückerobert. Fällt ein Samen in beispielsweise eine Fuge der Pyramidentreppe, wächst erst ein ganz kleines Pflänzchen heran und schiebt sich mit seinen Wurzeln immer weiter ins Gemäuer hinein. Das führt zu einigen wunderschönen aber auch leider sehr destruktiven Perspektiven. So mancher Baum sprießt quer aus der Pyramide und zerstört bei weiterem Wachstum immer mehr am Bauwerk.

Eine Pyramide im Dschungel von Coba - Mexiko, überwuchert von Bäumen

In Coba steht auch ein kleines Observatorium. So etwas ist in jeder größeren Ausgrabungsstätte zu finden. Immerhin konnten der Maya Kalender locker mehrere Tausend Jahre im Voraus berechnen. Dazu diente unter anderem ein recht fortschrittliches Zahlensystem.

Kleines Observatorium in Form einer stilisierten Pyramide in Coba - Mexiko

Vorhanden sind die üblichen Ballsportplätze mit Ringen an den Seiten. In Coba sind gleich zwei ausgegraben worden. Im Vergleich zu Chichen Itza gibt es zwei Unterschiede: Die Plätze sind sehr viel kleiner (ungefähr so groß wie ein Handballfeld) und haben abgeschrägte Seiten unter den Ringen.

Mexiko, Ballsportplatz in Coba

Dann hätten wir noch eine zweite Ansicht:

Spielfeld in der Ausgrabungsstätte Coba in Mexiko

Zusätzlich finden sich archäologische Artefakte. Hier beispielsweise eine Reliefplatte der Maya. Man hat erst vor relativ kurzer Zeit die Schriftsprache entschlüsselt und versucht nun bei allen Monumenten und Artefakten die Entschlüsselung. Das ist um so schwieriger, weil bei einigen der Maya Hyroglyphen Lautgruppen, ganze Wörter und auch Zahlenangaben in den Symbolen vermischt sind.

Reliefs der Maya in Coba

Und schon gehts per Rikscha zu den nächsten Highlights ;-). Was man bei den Ausgrabungen so findet, wird präsentiert. Die Menge der Artefakte ist heute eigentlich gar nicht abzuschätzen, da die Ausgrabungen immer noch im Gange sind und das komplette Coba wahrscheinlich erst in Jahren erforscht sein wird.

Rikscha im Ausgrabungsgelände von Coba in Mexiko

Dazu kommen noch handfeste Schwierigkeiten mit dem Zustand der Reliefs. Der weiche Kalkstein hat sich nicht sonderlich gut erhalten. Was der Witterung ausgesetzt ist oder von Pflanzenwurzeln durchgetrennt wurde, ist heute schwerer zu entziffern. Wie diese Stele / das Relief in Coba:

Stele in der Ausgrabungsstätte Coba in Mexiko

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